Welche Art von Lebenslauf brauchst du?
Nicht jeder Lebenslauf ist gleich. Für eine Stipendienbewerbung gibt es zwei Hauptformen: den tabellarischen Lebenslauf, der sich auf Fakten konzentriert, und den ausführlichen Lebenslauf, der in Fließtext verfasst wird. Manche Stipendiengeber verlangen nur eine der beiden Varianten, andere wollen beide.
Aber was genau macht diese Lebensläufe aus – und wie schreibst du sie so, dass sie wirklich überzeugen? Schauen wir uns das Schritt für Schritt an.
Unterschied: Tabellarischer Lebenslauf vs. ausformulierter Lebenslauf
Ein Lebenslauf ist ein Lebenslauf, oder? Falsch gedacht! Während ein normaler Lebenslauf für eine Jobbewerbung hauptsächlich deine beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen in knackiger Listenform zeigt, geht es beim Lebenslauf für ein Stipendium um mehr als nur Noten und Arbeitszeugnisse. Hier will die Jury wissen: Wer bist du? Was treibt dich an? Warum verdienst genau DU diese Förderung?
Es gibt zwei Arten von Stipendium-Lebensläufen, und je nach Vorgabe der Stipendiengeber musst du entweder einen davon oder beide einreichen:
1️⃣ Der tabellarische Stipendium-Lebenslauf
- Klassisch, übersichtlich, knackig – dein Leben in Stichpunkten.
- Antichronologisch aufgebaut (die neuesten Stationen stehen oben).
- Maximal zwei DIN-A4-Seiten lang.
- Enthält alle wichtigen Stationen: Schulbildung, Studium, Praktika, Nebenjobs, soziales Engagement, Fähigkeiten.
2️⃣ Der ausformulierte Stipendium-Lebenslauf
- Fließtext statt Stichpunkte – du erzählst deine Geschichte.
- Chronologisch aufgebaut (von der Vergangenheit zur Gegenwart).
- Hier kannst du deine Entscheidungen erklären, Motivationen schildern und zeigen, was dich ausmacht.
- Sollte nicht länger als vier Seiten sein.
Beide Varianten haben dasselbe Ziel: Dich ins beste Licht rücken und die Jury davon überzeugen, dass du genau der richtige Kandidat bist. Doch während der tabellarische Lebenslauf fürs Stipendium auf einen schnellen Überblick setzt, erlaubt der ausformulierte Lebenslauf, deine Persönlichkeit und Hintergründe besser zu erklären.
Okay, schauen wir uns nochmal zunächst den tabellarischen Lebenslauf etwas näher an.
Tabellarischer Lebenslauf fürs Stipendium: So überzeugst du die Jury
Der tabellarische Lebenslauf ist die klassische Form, die von fast allen Stipendiengebern verlangt wird. Er fasst deine wichtigsten Stationen kurz und übersichtlich zusammen.
Was gehört in den tabellarischen Lebenslauf?
- Persönliche Daten: Name, Adresse, Geburtsdatum, Kontaktinfos.
- Ausbildung: Schulabschluss, Studium oder Ausbildung mit Schwerpunkten und Abschlüssen.
- Berufserfahrung & Praktika: Nebenjobs, Praktika oder Tätigkeiten, die deine Fähigkeiten unterstreichen.
- Soziales Engagement: Ehrenamtliche Tätigkeiten, Vereinsmitgliedschaften, Projekte – oft ein entscheidender Punkt.
- Kenntnisse & Fähigkeiten: Sprachkenntnisse, Computer-Skills oder andere relevante Qualifikationen.
Tipp: Der tabellarische Lebenslauf fürs Stipendium wird antichronologisch aufgebaut – das bedeutet, die neuesten Stationen stehen oben.
Tipps zur Gestaltung
Ein klar strukturierter Lebenslauf hilft der Jury, deine Stärken auf den ersten Blick zu erkennen.
- Maximal zwei Seiten – kürzer ist oft besser. Schriftgröße 11–12 (Arial, Calibri oder Times New Roman).
- Zeilenabstand 1,5 für bessere Lesbarkeit.
Der ausführliche Lebenslauf fürs Stipendium – mehr als nur eine Aufzählung
Während der tabellarische Stipendien-Lebenslauf kompakt und faktenbasiert ist, bietet dir der ausformulierte Stipendien-Lebenslauf die Möglichkeit, deine Geschichte in Fließtext zu erzählen. Hier zählt nicht nur, was du gemacht hast, sondern auch, warum.
Was gehört in den ausformulierten Lebenslauf?
- Einleitung: Kurzer Überblick darüber, wer du bist und warum du dich bewirbst.
- Bildungsweg: Welche Schulen und Universitäten hast du besucht? Warum hast du dich für dein Fach entschieden?
- Berufliche Erfahrungen: Praktika, Nebenjobs – was hast du gelernt?
- Ehrenamt & Engagement: Wo hast du dich sozial engagiert und warum war dir das wichtig?
- Persönliche Entwicklung: Besondere Erfahrungen, Herausforderungen und was du daraus mitgenommen hast.
- Zukunftspläne: Welche Ziele verfolgst du? Wie passt das Stipendium in deine Zukunft?
Wichtige Punkte
- Chronologischer Aufbau – beginne mit den frühesten Erfahrungen und arbeite dich zur Gegenwart vor.
- Erklärungen statt Aufzählungen – zeige Zusammenhänge und Entwicklungen auf.
- Zwei bis vier Seiten Länge – genug Platz für Details, aber ohne unnötige Ausschweifungen.
- Klare Struktur – vermeide lange, unübersichtliche Absätze.
Ein gut geschriebener ausformulierter Lebenslauf fürs Stipendium zeigt nicht nur deine Leistungen, sondern auch deine Persönlichkeit – und genau das macht den Unterschied.
Überlasse nichts dem Zufall. Plane ausreichend Zeit für die Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen. Idealerweise beginnst du 6-12 Monate im Voraus! Je mehr Zeit du hast, desto besser kannst du dich vorbereiten und mögliche Defizite aufarbeiten.
Das macht einen Lebenslauf besonders überzeugend
Egal, ob tabellarisch oder ausformuliert – ein guter Lebenslauf muss eines tun: Interesse wecken. Die Jury sollte nicht das Gefühl haben, einfach nur eine Liste mit Stationen oder einen trockenen Lebenslauf runterzulesen. Stattdessen solltest du zeigen, was dich ausmacht und warum du förderungswürdig bist.
Drei Dinge, die deinen Lebenslauf herausstechen lassen:
- Klare Struktur
Ein Stipendium-Lebenslauf sollte schnell erfassbar sein. Halte dich an bewährte Aufbauten und achte darauf, dass die wichtigsten Informationen auf den ersten Blick erkennbar sind. - Persönliche Note
Vor allem im ausführlichen Lebenslauf kannst du zeigen, wer du bist. Warum hast du dich für dein Studium entschieden? Welche Erfahrungen haben dich geprägt? Eine authentische, reflektierte Darstellung ist oft überzeugender als eine reine Aufzählung von Erfolgen. - Lesbarkeit & Stil
Ein gut geschriebener Lebenslauf liest sich flüssig und bringt deine Punkte auf den Punkt. Kein Fachchinesisch, kein unnötiges Eigenlob, keine überflüssigen Füllwörter – stattdessen ein klarer, professioneller Ton mit einer persönlichen Note.
Achtung! Es gibt auch einige Fallstricke, die du unbedingt vermeiden solltest.
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Hobbies und Interessen: Die Vielfalt zählt
Es mag auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, aber auch deine Hobbies sagen viel über dich als Person aus. Hier geht es nicht darum, möglichst viele Hobbys aufzulisten, sondern die richtigen auszuwählen. Sport, kulturelle Aktivitäten oder kreative Projekte – alles, was deine Vielfältigkeit zeigt, kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Besonders hervorzuheben sind Hobbies, mit denen du aufzeigen kannst, dass sie auch für die Gesellschaft von nutzen sind. dealerweise zeigst du durch deine Hobbies auch auf, wie du
Wenn du Hobbys hast, die zu deinen beruflichen Zielen passen, umso besser. Aber auch andere Aktivitäten, die dein Engagement oder deine Kreativität unterstreichen, sind wertvoll. Der ausformulierte Lebenslauf gibt dir die Gelegenheit, auch diese Seite von dir zu zeigen. Außerdem sollte dein Hobby deine Charakterstärke hervorheben.
Hier mal ein Beispiel:
Bsp
Schlecht: "In meiner Freizeit spiele ich in einer Theatergruppe. Diese Arbeit hilft mir, meine Kreativität und Teamfähigkeit zu stärken.“
Besser: "In meiner Freizeit engagiere ich mich in einer Theatergruppe, wo ich nicht nur meine Kreativität und Teamfähigkeit weiterentwickle, sondern auch dazu beitrage, gesellschaftlich relevante Themen auf die Bühne zu bringen. Es erfüllt mich, gemeinsam mit dem Ensemble durch unsere Aufführungen Impulse für Reflexion und Diskussion zu schaffen und das kulturelle Leben unserer Gemeinschaft aktiv mitzugestalten."
Das war dir jetzt alles zu viel? Dann nutze Hilfe für deine Stipendienbewerbung!
Du bist dir trotz der Infos hier immer noch unsicher, wie du deinen Lebenslauf für eine Stipendienbewerbung optimal gestaltest?
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Fazit: Dein Ticket zum Stipendium
Ein Stipendium zu bekommen, ist kein Hexenwerk – aber es erfordert einen Lebenslauf, der nicht nur auflistet, sondern überzeugt. Die Jury will nicht einfach nur wissen, wo du zur Schule gegangen bist oder welche Praktika du gemacht hast. Sie will verstehen: Wer bist du? Warum verdienst du diese Förderung? Und was machst du damit?
Ob tabellarisch oder ausformuliert – dein Lebenslauf sollte klar strukturiert, relevant und ein bisschen “Wow, den/die müssen wir nehmen!“ sein. Kurz gesagt: Weniger Langeweile, mehr Persönlichkeit!
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
- Du schließt diesen Tab, vergisst das Ganze und überlässt dein Stipendium jemand anderem.
- Du setzt dich hin, nutzt diese Anleitung und erstellst den Lebenslauf, der dir die Tür zur Förderung öffnet.
Die Wahl liegt bei dir – aber mal ehrlich, Option 2 klingt doch besser, oder? 😉
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