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Stipendium Lehramt: drei Adressen für dein Studium und der Punkt, ab dem der Staat zahlt

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Ein Stipendium fürs Lehramt trägt die Studienjahre bis zur ersten Staatsprüfung oder zum Master of Education. Sobald du danach einen vergebenen Platz im Referendariat antrittst, zahlt das Bundesland Anwärterbezüge. — und für diese Strecke gibt es drei Adressen, bei denen du dich mitten im Studium bewerben kannst. Für die Zeit davor und danach ordnet die Tabelle ein, woher das Geld dann kommt.

Stand: 10/2026

bolt TL;DR — Das Wichtigste auf einen Blick
Ein Stipendium fürs Lehramt brauchst du für die Studienjahre: Wer nach der ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education einen Platz im Vorbereitungsdienst (Referendariat) bekommt, erhält vom Bundesland ein Ausbildungsgehalt, die sogenannten Anwärterbezüge.
Drei Adressen nehmen Bewerbungen aus dem Studium an: das Studienkolleg, der Lehramts-Schwerpunkt im Studienstipendium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft; das Deutschlandstipendium deiner eigenen Hochschule; und die weiteren Begabtenförderungswerke mit Grundförderung nach BAföG-Sätzen plus 300 € Studienkostenpauschale.
Beim Deutschlandstipendium, das deine eigene Hochschule vergibt, zählen als Leistung neben Noten auch übernommene Verantwortung und gemeisterte Hindernisse im eigenen Bildungsweg.

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Dass das Referendariat bezahlt wird, weißt du vermutlich seit der ersten Einführungswoche. Was diese Auskunft für deine Stipendiensuche bedeutet, rechnet trotzdem kaum jemand nach: Wer ein Stipendium im Lehramt sucht, sucht Geld für eine Strecke mit bekanntem Ende, denn nach der ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education übernimmt der Staat die Bezahlung, sobald du einen vergebenen Platz im Vorbereitungsdienst antrittst. Zu finanzieren bleiben die Studienjahre bis dahin. Wie lang diese Strecke bei dir noch ist, welche Adressen sie tragen und wo ein Schnitt von 3,0 ausdrücklich genügt — der Reihe nach.

Warum ein Lehramt-Stipendium ein Ablaufdatum hat

Ein Lehramt-Stipendium finanziert das Studium; mit einem Platz im Vorbereitungsdienst zahlt dein Bundesland Anwärterbezüge.

In den meisten Fächern endet die Geldfrage erst mit dem Berufseinstieg, und wann der kommt, steht vorher nicht fest. Im Lehramt gibt es eine eingebaute Wegmarke: Nach der ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education folgt der Vorbereitungsdienst, den fast alle nur Referendariat nennen, die Praxisphase an der Schule. Wer dort einen Platz bekommt, erhält vom Bundesland Anwärterbezüge, ein monatliches Gehalt während der Ausbildung. Die Stipendiensuche im Lehramt endet nicht mit einer Absage, sondern mit einer Gehaltsabrechnung. Den Platz musst du dir allerdings erst sichern: Du bewirbst dich dafür, und wie die Vergabe läuft, regelt jedes Bundesland selbst.

Wie hoch die Bezüge ausfallen, hängt an der Besoldungsgruppe, der Gehaltsstufe, in der deine Schulform startet. In Nordrhein-Westfalen etwa sind Grundschule und Gymnasium unterschiedlichen Eingangsämtern zugeordnet; von diesem Eingangsamt leitet sich schon dein Anwärtergrundbetrag ab, die volle Besoldung der Gruppe gibt es erst nach dem Vorbereitungsdienst. Je nach persönlicher Lage können Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen (Zuschüsse zum Sparen) dazukommen. Die Euro-Beträge dahinter nennt die Besoldungstabelle deines Bundeslands, in Bayern führt sie das Landesamt für Finanzen. Eine Behörde, die dir monatlich Geld überweist und dafür kein Motivationsschreiben verlangt: Für alle, die gerade Auswahlverfahren vergleichen, ist das eine angenehme Aussicht.

Wo stehst du gerade? An dieser einen Frage hängt alles Weitere:

  • 1
    Abitur liegt noch vor dir? Dann lies zuerst den Schüler-Abschnitt weiter unten: In Baden-Württemberg gibt es ein Lehramtsstipendium schon in der Oberstufe.
  • 2
    Mitten im Studium? Das ist die Phase, für die ein Stipendium im Lehramt gemacht ist. Deine drei Bewerbungsadressen stehen in der Tabelle im nächsten Abschnitt.
  • 3
    Erste Staatsprüfung oder Master of Education bestanden? Dann bewirbst du dich um einen Platz im Vorbereitungsdienst. Erst wenn du einen vergebenen Platz antrittst, bekommst du die Anwärterbezüge deines Landes.

So wird aus „irgendwie das Studium finanzieren" eine Zahl, mit der du rechnen kannst: so viele Semester bis zum Studienabschluss, so groß die Lücke, die ein Stipendium fürs Lehramt schließen muss.

Drei Adressen zum Bewerben, zwei zur Einordnung: was ein Lehramt-Stipendium zahlt

Studienkolleg, Deutschlandstipendium und weitere Begabtenförderungswerke fördern Lehramtsstudierende. Die ehrliche Antwort auf die Frage „Gibt es was Eigenes für mein Fach?" fällt beim Lehramt gemischt aus. An Lehramtsstudierende richtet sich eigens das Studienkolleg, ein Lehramts-Schwerpunkt im Studienstipendium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die selbst zu den 13 vom Bund geförderten Begabtenförderungswerken zählt; die übrigen Adressen fördern quer durch die Fächer und nehmen dein Fach ohne Sonderbedingungen. Für eine Bewerbung aus dem Studium heraus bleiben dir drei Zeilen der Tabelle. Die anderen beiden stehen zur Einordnung mit drin: der Vorbereitungsdienst, weil er die Phase markiert, in der aus der Stipendienfrage eine Gehaltsfrage wird, und das Schülerprogramm „Zukunft Lehramt", das jeden ausschließt, der schon studiert.

Hinter der dritten Bewerbungsadresse steckt eine ganze Gruppe: die weiteren Begabtenförderungswerke, also Werke wie das Cusanuswerk, die Hans-Böckler-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung, deren Stipendien sich an den BAföG-Sätzen orientieren und nach dem Abschluss nicht zurückgezahlt werden müssen.

Adresse

Studienkolleg der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (Lehramts-Schwerpunkt im sdw-Studienstipendium)
Was sie zahlt: 300 € Studienkostenpauschale für alle Geförderten, dazu ein einkommensabhängiges Lebenshaltungsstipendium von bis zu 855 € im Monat sowie ggf. bis zu 137 € Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und 160 € Kinderbetreuungspauschale
Was die Ausschreibung verlangt: leistungsstarke, gesellschaftlich engagierte Lehramtsstudierende, die Schule aktiv gestalten wollen; dazu gehört ein Bildungsprogramm. Gleichzeitiges BAföG ist wie bei allen Werken ausgeschlossen
Bewerbung im Studium?: Ja — Schwerpunkt für Lehramtsstudierende
Deutschlandstipendium
Was sie zahlt: 300 € im Monat (150 € von privaten Förderern, 150 € vom Bund)
Was die Ausschreibung verlangt: Auswahl direkt an deiner Hochschule; als Leistung zählen neben Noten auch Engagement und Bildungsweg
Bewerbung im Studium?: Ja — an deiner eigenen Hochschule
Weitere Begabtenförderungswerke (z. B. Cusanuswerk, Hans-Böckler-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung)
Was sie zahlt: Grundförderung nach BAföG-Sätzen plus 300 € Studienkostenpauschale im Monat
Was die Ausschreibung verlangt: eigenes Auswahlverfahren je Werk; gleichzeitiges BAföG ist ausgeschlossen
Bewerbung im Studium?: Ja — quer durch alle Fächer
„Zukunft Lehramt" (Stiftung der Deutschen Wirtschaft)
Was sie zahlt: 25 € im Monat plus Workshops, Exkursionen und Mentoring
Was die Ausschreibung verlangt: Abitur 2027 bis 2029 in Baden-Württemberg, Schnitt ab 3,0, höchstens 20 Jahre alt
Bewerbung im Studium?: Nein — nur für Schüler in Baden-Württemberg
Vorbereitungsdienst (Referendariat)
Was sie zahlt: Anwärterbezüge, ein monatliches Ausbildungsgehalt vom Bundesland
Was die Ausschreibung verlangt: einen Platz vergibt dein Bundesland nach der ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education über ein eigenes Bewerbungsverfahren
Bewerbung im Studium?: Nein — Gehalt ab Antritt des vergebenen Platzes

Das Studienkolleg verbindet das Geld mit einem Bildungsprogramm zur Schul- und Persönlichkeitsentwicklung: Seminare und Workshops in Präsenz und online, Austausch mit Leuten aus der Schulpraxis, Einzelcoaching, dazu Unterstützung für Auslandsaufenthalte. Gesucht werden laut Ausschreibung leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Lehramtsstudierende, die Schule aktiv gestalten wollen. Wann das Bewerbungsfenster aufgeht, steht in der Ausschreibung auf der Programmseite; prüf das dort, bevor du dich auf einen Datenbank-Eintrag aus zweiter Hand verlässt.

Fünf Zeilen, drei echte Bewerbungsoptionen, und selten passen alle drei gleichzeitig zu deinem Semesterstand. Welche für deine Restzeit bis zum Studienabschluss realistisch ist, zeigt dir der Förderpotenzial-Check in wenigen Minuten — bevor du ein Auswahlverfahren startest, das für deine Situation gar nicht gebaut ist.

Der BAföG-Denkfehler, der dich 300 Euro im Monat kosten kann

BAföG-Bezug schließt eine Bewerbung bei den Begabtenförderungswerken nicht aus; bei einer Zusage ersetzt das Stipendium die bisherige Förderung.

Ilyas, viertes Semester Sonderpädagogik und BAföG-Empfänger, stieß beim Durchklicken der Förderwerke auf den Satz „Doppelförderung ist nicht möglich". Für ihn war das Thema damit durch: „Ich bekomme doch BAföG, dann bin ich hier sowieso raus." Tab geschlossen, die Spätschichten im Getränkemarkt weitergeplant.

Der Satz beschreibt allerdings bloß, dass zwei Förderungen sich gegenseitig ausschließen. Die Grundförderung der Begabtenförderungswerke ersetzt das BAföG: Sie orientiert sich an dessen Sätzen und an der Förderdauer. Obendrauf kommt eine Studienkostenpauschale von 300 € im Monat, die auch bekommt, wer mangels Bedürftigkeit gar keine Grundförderung erhält. Zurückzahlen musst du nach dem Abschluss davon nichts. Wer laufendes BAföG hat, darf sich also bewerben; im Erfolgsfall tauscht er die eine Geldquelle gegen die andere und nimmt die Pauschale mit.

Für Ilyas übersetzt: Sein BAföG wäre nie doppelt geflossen, die 300 € Pauschale wären trotzdem jeden Monat dazugekommen. Genau diese Summe hätte ihn der zugeklappte Tab gekostet, Monat für Monat bis zum Studienabschluss; die Spätschichten allein hätte sie ihm nicht abgenommen, dafür ist sie zu klein. Ilyas hat den Tab wieder geöffnet, die Ausschreibungen gelesen und bewirbt sich jetzt mit laufendem BAföG um ein Stipendium fürs Lehramt — genau das, was der Satz nie verboten hat. Ob am Ende eine Zusage steht, entscheidet das jeweilige Werk.

Die Adresse, die viele übersehen: deine eigene Hochschule

Deine Hochschule vergibt das Deutschlandstipendium und legt das Auswahlverfahren fest.

Je näher der Abschluss rückt, desto schneller wird die Stipendienidee wieder beerdigt. Die Begründung dafür klingt fast immer gleich:

„Im letzten Semester ist es eh zu spät."

Für die Grundförderung der Werke ist da etwas dran: Sie orientiert sich an der BAföG-Dauer, und von der ist kurz vor dem Abschluss wenig übrig. Die Rechnung im Lehramt ist trotzdem freundlicher, weil deine Lücke ein absehbares Ende hat: Nach dem Abschluss bewirbst du dich um den Platz im Vorbereitungsdienst, und mit dem Platz kommen die Anwärterbezüge. Zu überbrücken sind die Semester bis dahin, und dafür sitzt eine naheliegende Adresse direkt vor deiner Tür: Das Deutschlandstipendium wird an deiner eigenen Hochschule vergeben, und den Auswahlprozess legt die jeweilige Hochschule selbst fest.

Die Auswahl arbeitet dort mit einem bewusst weiten Leistungsbegriff — gemeint ist: Was als „Leistung" zählt, geht über die Noten hinaus. Gute Studienleistungen zählen, genauso die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und gemeisterte Hindernisse im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Auch soziale, familiäre oder persönliche Umstände können berücksichtigt werden. Zwei Jahre Nebenjob während des Studiums sind in dieser Logik Kontext, den die Auswahlkommission sehen darf.

💡 Tipp: Erst die eigene Hochschule abklappern, dann die Datenbanken. Der kürzeste Weg zu einem Stipendium im Lehramt hängt oft am Aushang: Weil die Hochschule ihr Deutschlandstipendium selbst organisiert, stehen Fristen und Unterlagen bei dir vor Ort (Aushang, Hochschul-Newsletter, Stipendienreferat). Wie du die Unterlagen sauber aufbaust, zeigt dir Schritt für Schritt der Leitfaden Stipendium bewerben.

Noch Schüler? Wo die Lehramtsförderung vor dem Abitur beginnt

„Zukunft Lehramt“ fördert Schüler in Baden-Württemberg schon vor dem Abitur und bis ins erste Studienjahr. In Baden-Württemberg läuft „Zukunft Lehramt", ein fächeroffenes Programm der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Schüler, die herausfinden wollen, ob und welches Lehramtsstudium zu ihnen passt. Es beginnt vor dem Abitur und läuft bis ins erste Studienjahr hinein. Wer gezielt ein MINT-Lehramt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im Blick hat, findet beim Schwesterprogramm „Lehramt Mintoring" das passende Angebot. Wer schon studiert, fällt hier durchs Raster; die Bedingungen laut Programmseite sind auf die Oberstufe zugeschnitten:

  • Abitur im Jahr 2027, 2028 oder 2029
  • Notendurchschnitt von mindestens 3,0 (also 3,0 oder besser)
  • höchstens 20 Jahre alt bei der Bewerbung
  • Lust auf den Austausch mit Gleichaltrigen aus Baden-Württemberg
  • ernsthaftes Interesse, das Lehramt als Berufsweg zu prüfen

Gezahlt werden 25 € im Monat. Als Stipendium ist das eher eine Geste, der eigentliche Wert steckt im Programm drumherum: Workshops, digitale Formate, Exkursionen, Praxisphasen und Mentoring, also ein Realitätscheck für den Berufswunsch, bevor die Einschreibung ansteht.

Ein Förderprogramm, das eine 3,0 offen in seine Bedingungen schreibt, räumt nebenbei mit der Vorstellung auf, Förderung sei ein Klub für Einser-Zeugnisse. Belegt ist das Programm für Baden-Württemberg; ob weitere Regionen dazukommen und wann sich das Bewerbungsfenster das nächste Mal öffnet, verrät die Programmseite. Welche weiteren Programme schon in der Schulzeit fördern, sammelt die Übersicht zu Stipendien für Schüler.

Häufige Fragen zum Stipendium fürs Lehramt

Noten, Rückzahlung und der Übergang ins Referendariat richten sich nach dem jeweiligen Förderweg.

Brauche ich einen Einser-Schnitt für ein Lehramt-Stipendium?
Von den fünf Adressen der Tabelle nennt nur eine überhaupt eine feste Notengrenze in Zahlen, und die liegt bei 3,0; sie gehört zum Schülerprogramm „Zukunft Lehramt". Die übrigen arbeiten mit offeneren Kriterien, etwa Engagement oder der Passung zum Programm. Eine veröffentlichte Notengrenze fehlt dort; ob deine Noten reichen, entscheidet sich im Gesamtbild deiner Bewerbung, und verbindlich bleibt, was der jeweilige Stipendiengeber aktuell veröffentlicht. Mit einem Zeugnis ohne Einsen musst du eine Bewerbung deshalb nicht von vornherein abschreiben. Eine Übersicht über Programme quer durch die Profile findest du unter Stipendien für Studenten.
Muss ich ein Stipendium fürs Lehramt zurückzahlen?
Bei der Begabtenförderung ist die Antwort klar: Das Stipendium muss nach dem Abschluss nicht zurückgezahlt werden, so steht es im BAföG-Portal des Bundes. Bei anderen Stipendiengebern lohnt der Blick in die Förderbedingungen, bevor du zusagst: Was der Stipendiengeber im Gegenzug erwartet, steht dort.
Bekomme ich im Referendariat noch ein Stipendium?
Die Frage verliert dort ihren Druck, weil dein Bundesland dich im Vorbereitungsdienst bezahlt, sobald du einen Platz hast. Die Grundförderung der Förderwerke ist an der BAföG-Dauer ausgerichtet, also am Studium selbst; ob eine laufende Förderung in den Vorbereitungsdienst hineinreicht, beantwortet dir verbindlich nur dein Stipendiengeber. Plane für diese Phase mit den Bezügen deiner Schulform — und für die Zeit zwischen Abschluss und Platzvergabe mit einem Blick in die Regeln deines Bundeslands, denn den Übergang bestimmt dessen Verfahren.
Ich mache erst eine Ausbildung — gibt es trotzdem Förderung?
Ja. Neun Begabtenförderungswerke vergeben inzwischen auch Stipendien für Auszubildende. Das Bundesministerium führt das bislang als Pilotförderung mit rund 1.000 Stipendien und den Aufnahmejahrgängen 2024, 2025 und 2026; ob danach weitere Jahrgänge aufgenommen werden, ist offen. Wer erst später einsteigen will, fragt beim Werk nach. Wer erst eine Ausbildung abschließt und das Lehramtsstudium später anschließt, steht bei den Werken also weder während der Ausbildung noch danach vor verschlossener Tür. Der Einstieg läuft wie bei Studierenden über das jeweilige Werk und seine Ausschreibung.

Fazit: erst die Strecke messen, dann bewerben

Zähl zuerst deine restlichen Studiensemester und wähle dann die Förderwege, die zu dieser Zeitspanne passen. Die entscheidende Zahl dieses Textes steht deshalb in keiner Fördertabelle, sondern in deinem Studienplan: die Semester, die dir bis zum Studienabschluss bleiben. Diese Zahl bestimmt, wo sich eine Bewerbung lohnt: das Studienkolleg und die Grundförderung der Werke eher in den früheren Semestern, das Deutschlandstipendium an deiner eigenen Hochschule auch spät im Studium, „Zukunft Lehramt" nur, solange das Abitur noch vor dir liegt. Zähl deine restlichen Semester, leg die Tabelle daneben und streich, was für deine Restzeit oder deinen Status nicht gebaut ist. Was übrig bleibt, bekommt eine sorgfältige Bewerbung samt Motivationsschreiben. Die Euro-Höhe deiner späteren Anwärterbezüge steht in der Besoldungstabelle deines Bundeslands, und ob und wie viel BAföG dir zusteht, klärt ein eigenes Verfahren mit eigenen Regeln.

Wenn nach dem Streichen weniger als drei Adressen übrig sind, lohnt ein zweiter Blick. Der Förderpotenzial-Check gleicht Studienstand, Fach und Finanzierungslage mit den Förderwegen ab und zeigt dir, wo sich eine Bewerbung für dich lohnen kann — auch dann, wenn in deinem Zeugnis keine Eins steht.

Quellen
  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft: Studienkolleg – Stipendium für Lehramtsstudierende, 2026
  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft: Programm „Zukunft Lehramt" Baden-Württemberg, 2026
  • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Das Deutschlandstipendium – Wie es funktioniert, 2026
  • BAföG-Portal des Bundes: Begabtenförderung, 2026
  • Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Besoldung und Entgelt im Vorbereitungsdienst, 2026
  • Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Vorbereitungsdienst und Anwärterbezüge, 2026